Es ist Dienstag, der 28. Juli 2026 – und im Berliner Kanzleramt wird Regieren wieder als gepflegter Handwerksbetrieb nach Feierabend interpretiert: Der Chef brüllt, die Gesellen kündigen und der Meister wundert sich, warum ihn auf dem Hof keiner leiden kann! Was Friedrich Merz derzeit auf dem parkettierten Boden der Bundespolitik veranstaltet, ist an impulsiver Selbstherrlichkeit kaum noch zu überbieten. Man wartet im Grunde nur noch darauf, dass der Kanzler Strafzölle auf französische Croissants verhängt oder per Dekret erklärt, dass im Sauerland ab sofort die Sonne dreimal am Tag aufgeht.
Against this backdrop wirkt der Ex-Kanzler Olaf Scholz im Rückblick wie der reinste Kommunikations-Guru! Gegen den sauren Fritze war Scholz schlichtweg ein feuriger Redekünstler von leutseligem Schrot und Korn!
Meuterei in Rheinland-Pfalz: Wenn die eigene Partei das Weite sucht
Dass die Axt im sauerländischen Porzellanladen Spuren hinterlässt, zeigt die neueste Posse aus der Parteizentrale: Die Rheinland-Pfälzer CDU hat das für September angesetzte Treffen mit dem Bundeskanzler mal eben eiskalt abgesagt! Die Landespartei ist wegen des unwürdigen Umgangs mit Patrick Schnieder derart angepisst, dass sie dem obersten Parteifreund glatt die Tür vor der Nase zuschlägt.
Merz beteuert zwar öffentlich mit Dackelblick, wie unendlich leid ihm das persönliche Drama um Schnieder tue – doch das nimmt dem Sauerland-Kanzler nicht einmal mehr der eigene Pförtner ab. Als Nachfolger auf dem verkehrspolitischen Schleudersitz darf sich nun Steffen Bilger versuchen. Wetten werden ab sofort entgegengenommen: Wie viele Wochen gibt Merz seinem neuen Minister, bevor er auch ihn wegen Ungehorsams durch den Reißwolf dreht?
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| Meistens kommt es anders, es sei denn das man vorher denkt |
Das Posten-Karussell dreht sich weiter: Schenderlein zum Trost ins Gesundheitsressort
Aber Merz wäre nicht Merz, wenn er nicht in mehreren Fettnäpfchen gleichzeitig herumtrampeln würde. Nebenbei schasste er noch schnell Christiane Schenderlein als Staatsministerin für Ehrenamt und Sport beim Bundeskanzler. Zur Belohnung darf sich die Dame nun als Staatssekretärin im Gesundheitsministerium aufreiben – ein Job, um den sie in Berlin garantiert die gesamte Prominenz beneidet!
Doch während der Kanzler nach außen hin den unerbittlichen Macher mimt, schielt er mit glänzenden Augen auf die Zustimmungswerte der AfD. Wenn sein Kumpel Michael Kretschmer aus Sachsen wieder einmal das Hohelied vom Bröckeln der Brandmauer anstimmt, nickt man im Kanzleramt gedanklich vermutlich schon ganz eifrig mit. Lieber die Rechten im Rücken als die Linken im Gesicht – so baut man sich Stück für Stück eine blühende Zukunft mit den blauen Verfassungsfeinden!
Der Machtfaktor zieht das unbarmherzige Fazit: Friedrich Merz führt das Land wie eine insolvente Schreinerei. Wer keine Kritik erträgt, die eigene Truppe vor den Kopf stößt und Kommunikation für eine lästige Kinderkrankheit hält, sollte sich nicht wundern, wenn am Ende nur noch Scherben auf dem Boden liegen. Mahlzeit!

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