Freitag, 17. Juli 2026

Das Spahn-Dilemma: Gesetzliches Verbot für die Kassen-Trottel, US-Shopping für den Unionsfraktionschef

Man dachte im Sommer 2026 eigentlich, das moralische Flexibilitäts-Limit der politischen Elite sei mit den letzten Diätenerhöhungen und den Kassen-Abzocken erreicht. Doch weit gefehlt! Pünktlich zum Wochenende präsentiert uns Unionsfraktionschef Jens Spahn den absoluten, meisterhaften Offenbarungseid in Sachen Doppelmoral. Am heutigen Freitag überschlagen sich die Meldungen im Deutschlandfunk: „Rücktrittsforderungen an Spahn nehmen zu“. Der stolze Verfechter christlicher Werte, der noch im Februar auf dem CDU-Bundesparteitag eisern dafür gestimmt hat, dass das Verbot der Leihmutterschaft in Deutschland aus „ethischen Gründen“ zementiert bleibt, hat sich mit seinem Ehemann Daniel Funke in den USA mal eben via kostspieliger Leihmutter einen Sohn austragen lassen! Ein Hochgenuss der Realsatire: Gesetze sind eben wie Masken-Milliarden – für den normalen Bürger ein unumstößliches Dogma, für Jens Spahn eine rein logistische Herausforderung!

Die Empörungsindustrie erobert die Union: „Das geht überhaupt nicht!“

Das eigentlich Sensationelle an diesem transatlantischen Baby-Shopping nach dem Motto "Gönn Dir!" für geschätzte 150.000 bis 250.000 Dollar ist jedoch die plötzliche Schockstarre in den eigenen Reihen. Die moralische Empörungsindustrie, die man in der CDU/CSU sonst so leidenschaftlich gegen Ausländer, das Bürgergeld oder den Klimaschutz in Stellung bringt, feiert plötzlich in der eigenen Fraktion fröhliche Urständ! Daniel Peters, der CDU-Spitzenkandidat für Mecklenburg-Vorpommern, holt die Kettensäge raus und poltert in der Bild: „Jens Spahn ist als Vorsitzender der Unionsfraktion nicht mehr tragbar und muss zurücktreten!“ Auch die Frauen-Union spricht unumwunden von „Heuchelei“ und „Hochverrat am Geist des deutschen Gesetzes“.

Da reibt man sich beim Machtfaktor doch glücklich die Hände! Wenn es um die 10 Gebote, die Kirche und die unumstößliche Prinzipientreue geht, schmeißen sich Söder, Dobrindt und Spahn sonst bei jeder Talkshow theatralisch auf die Knie. Aber kaum betrifft es das eigene, private Luxus-Glück, wird das Embryonenschutzgesetz mal eben geschmeidig wie eine alte Villa in Berlin-Dahlem umschifft. Mit der christlichen Nächstenliebe hapert es eben immer genau dann ein bisserl, wenn das schicke Designer-Leben im Ausland eingekauft werden muss! Schwangerschaft und Geburt mutieren zur exklusiven Dienstleistung, die sich eben nur die betuchte Elite in ihren ledernen Fauteuils leisten kann.

Die Kunst des Aussitzens: Jetzt erst mal gegen Flüchtlinge hetzen?

Wer jedoch glaubt, dass der Quadratschädel mit der maskierten Vergangenheit jetzt reumütig den Hut nimmt, der kennt die DNA eines Jens Spahn schlecht. Aus seinem Umfeld verlautet bereits die gewohnt arrogante Nebelkerze: Er leite aus seinem Privatleben „grundsätzlich keine politischen Forderungen ab“. Ein genialer Schachzug! Auf Deutsch heißt das: „Was ich privat mache, geht euch einen feuchten Kehricht an, aber was ihr macht, bestimme ich per Gesetz!“ Fehler zugeben? Verantwortung übernehmen? Das politische Prinzip von Ursache und Wirkung akzeptieren? Nicht mit Jens! Das Ding wird jetzt im Bunker der Fraktion eisern ausgesessen, bis die Sommerpause den Mantel des Vergessens über die US-Geburtsurkunde legt.

Und wenn der mediale Druck im Juli-Kessel doch zu heiß werden sollte, hat der Machtfaktor den ultimativen, bewährten Strategie-Vorschlag für die Kommunikationsabteilung der CDU: Hetzt doch einfach zur Ablenkung mal wieder eine Runde gegen Ausländer, Bürgergeld-Empfänger oder Flüchtlinge! Das zieht beim konservativen Stammtisch immer, beruhigt die erhitzten Gemüter der Senioren-Union und nimmt der AfD den Wind aus den blauen Segeln, bevor die im Herbst die Landtage stürmen.

Der Machtfaktor stellt fest: Vor dem Gesetz sind in dieser Republik alle gleich – aber wenn du genug Kohle auf dem BlackRock-Konto hast, um das deutsche Rechtssystem im US-Leihmutter-Flieger einfach zu überfliegen, bist du eben ein ganzes Stück gleicher. Herzlichen Glückwunsch zum Nachwuchs, Herr Spahn – und danke für diesen unbezahlbaren, unzensierten Anschauungsunterricht in Sachen politischer Scheinheiligkeit! Mahlzeit!

Was sagt ihr zu Jens Spahns Leihmutter-Vaterschaft in den USA? Findet ihr die Rücktrittsforderungen aus der eigenen CDU gerechtfertigt, oder haltet ihr die Debatte für scheinheilig? Wie beurteilt ihr den doppelten Standard, wenn Spitzenpolitiker Verbote umgehen, die sie für die normale Bevölkerung eisern verteidigen? Schreibt mir eure unschminkte Meinung in die Kommentare!

Weiterführende Links:

Vater gewordenRücktrittsforderung an Spahn (CDU) nach Umgehung von Leihmutterschafts-       Verbot (Artikel auf deutschlandfunk.de vom 17.7.2026)

  


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