Montag, 5. Oktober 2026

Das Großoffensiven-Märchen: Wie die Huthis das Wüstenspektakel beherrschen!

Es ist Montagabend, der 5. Oktober 2026 – und aus den Hauptquartieren der jemenitischen Regierungs-Armee weht der mutige Duft von gepflegter Ankündigungsprosa! Nach Jahren des stummen Zusehens kündigt die Führung in Aden stolz eine „Großoffensive“ an, um die vom Iran aufgerüsteten Huthi-Rebellen wieder von den Küsten des Roten Meeres, vom Bab al-Mandab zurück jagen und vor sich her treiben. Man möchte den Herren Truppenführern fast ein Fähnchen schwenken – fragt sich aber gleichzeitig mit besorgtem Blick auf die Truppenstärke eher: Ist das auf den Pressefotos schon die gesamte schwer bewaffnete jemenitische Streitmacht dieser so imposanten Nation?

Man muss sich diesen geopolitischen Offenbarungseid einmal in aller Seelenruhe zu Gemüte führen! Jahrelang haben die Regierungstruppen wie aufgescheuchte Hühner die Flucht ergriffen, sobald im Gebirge auch nur ein Böller hochging. So konnten die Huthis mühelos die Schlüsselpositionen am Roten Meer, den Zugang zum Bab al-Mandab und in der Wüste gelegene Großstädte besetzen. Dass dieselbe Truppe nun urplötzlich den Heldenmut entdeckt haben will, glauben nicht einmal die hauseigenen Ziegenhirten!

Das Versagen der High-Tech-Chirurgen

Gleichzeitig offenbart das Drama das komplette Scheitern der westlichen und saudi-arabischen Strategie. In Riad glaubte man ernsthaft, ein von Teheran ausgerüstetes Milizen-Netzwerk bequem per sündhaft teurem Luftkrieg aus dem klimatisierten Bunker heraus ausradieren zu können. Das Resultat nach Jahren der Bombardierung? Ein paar neue Krater in den jemenitischen Felsen, eine Sabotage-Serie an saudischen Ölpipelines – und Huthis, die im Süden der Halbinsel schalten und walten, wie es ihnen beliebt!

Und Washington? Donald Trump poltert auf Pressekonferenzen zwar gewohnt gewaltig über eiserne Konsequenzen, hinterlässt geopolitisch am Golf aber nichts als verbrannte Erde und ratlose Verbündete.

Der Machtfaktor zieht das unbarmherzige Fazit: Wer glaubt, eine hochgerüstete Guerilla-Miliz mit Ankündigungsprosa und Bunkerbomben zu stoppen, hat das Mandat der Realität verfehlt. In diesem Sinne: Weiße Fahne bügeln, Helm aufsetzen & Mahlzeit!

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