Es ist Sonntag, der 27. September 2026 – und aus den Reihen der Unionsfraktion weht der unverwechselbare Duft von edelster Standes-Arroganz! Während Generalsekretär Carsten Linnemann und Kanzler Fritze Merz dem deutschen Arbeitnehmer regelmäßig durch einfache Arbeitsunlust verursachtes Krankfeiern und mangelnden Arbeitseifer attestieren, zeigt Parteifreund Jens Spahn, wie man die eigenen Erfahrungen direkt in der Praxis umsetzt. Mitten in den entscheidenden Sitzungen des Haushaltsausschusses meldete sich der Ex-Gesundheitsminister kränkelnd ab, naja, offiziell, weil sein Baby krank gerade feiert – um kurz darauf die schwitzenden Schweißfüße in den sonnenverwöhnten Pool auf Sardinien zu tunken!
Man muss sich diesen Husarenstreich an Dreistigkeit einmal in aller Seelenruhe gönnen! Der Mann, der als Gesundheitsminister Milliarden an Masken-Steuergeldern im Kamin freihändig vergebener Logistikaufträge versenkte und nach der Leihmutter-Debatte im Haushaltsausschuss unterkam, pfeift schlichtweg auf Anwesenheitspflichten. Während der normale Malocher für eine vorgetäuschte Erkrankung im Auslandsurlaub flachkantig gefeuert würde, gilt für den Unions-Granden das parlamentarische Gewohnheitsrecht des unantastbaren Immunsystems!
Das Sülzkotelett des Verständnisses
Dass Thorsten Frei als parlamentarischer Zirkusdirektor der Union flugs in die Mikrofone sülzt und um „Verständnis“ wirbt, setzt dem Drama den goldenen Stempel auf. Nach dem Motto: „Der Jens braucht eben auch mal eine Pause vom vollen Terminkalender!“ Was schert ihn das Geschwätz der eigenen Parteifreunde, die hinter vorgehaltener Hand vor Wut kochen? Ein Jens Spahn bricht doch seine Sardinien-Sause nicht ab, nur weil daheim das Budget des Bundes beschlossen werden muss!
Wenn dieselbe Partei, die den Bürgern nur noch zehn Tage Kinderkrankengeld gönnen und das Rentenalter aber mal so richtig hochschrauben will, bei den Eskapaden ihrer Eliten beide Augen zudrückt, ist das keine Polit-Kultur mehr – das ist gelebte Klassengesellschaft. Die Regeln sind für den Pöbel gemacht; die Liegestühle auf Sardinien für die Mandatsträger!
Der Machtfaktor zieht das unbarmherzige Fazit: Wer den Bürgern Faulheit vorwirft, während er selbst per Krankmeldung in den Luxusurlaub jettet, hat jegliche moralische Ausstrahlung im Altpapier und zwischen untauglichen, abgelaufenen und defekten FFP2-Masken versenkt. In diesem Sinne: Gute Besserung nach Sardinien, Poolnudel aufpumpen & Mahlzeit!
Weiterführende Links:
- Update - Sardinien-Trip während Sitzung?:Spahn soll kurz vor Rauswurf aus dem Haushaltsausschuss gestanden haben (Artikel auf tagesspiegel.de vom 26.9.2026)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen