Es ist Mittwoch, der 23. September 2026 – und aus Mar-a-Lago schallt wieder das gewohnte Eigenlob: Der Krieg sei quasi gewonnen, der Iran erledigt und Amerikas Dominanz unangefochten! Wer allerdings einen Blick auf die Navigationskarten der Weltmeere wirft, reibt sich verwundert die Augen: Die Straße von Hormus – das Nadelöhr, durch das normalerweise gut ein Fünftel des weltweiten Öls gepumpt wird – ist dicht wie eine frisch versiegelte Altbier-Flasche! Ebenso, man höre und staune, haben die Huthis, praktischerweise mit dem Iran eng verbandelt und von ihm massiv mit Geld, Waffen und guten Worten unterstützt, die Zufahrt zum Roten Meer und damit dem Suez-Kanal besetzt und unter ihre Kontrolle gebracht.
Man muss sich diese weltpolitische Glanzleistung einmal in aller Seelenruhe reintun! Wenn Trottel versuchen, globale Geopolitik zu betreiben, kommt eben genau das heraus, was man von Leuten erwartet, deren strategischer Horizont an der eigenen Golfplatz-Grenze endet. Da wird getönt, gedroht und sanktioniert – und am Ende stehen die Reedereien vor der Wahl, ihre Supertanker im Kreis fahren zu lassen oder dem iranischen Drohnenhagel auszusetzen. Und den Angriffen von iranisch unterstützten Milizen aus dem Irak.
Das Scheunentor der Diplomatie
Wer sich bennimmt wie das sprichwörtliche scheunentorgroße Arschloch, darf sich am Ende nicht wundern, wenn niemand mehr nach seinem Gepfeife tanzt. Vielleicht war das aber auch Donnys geheimer Masterplan: Die Rohölpreise so stramm durch die Decke jagen zu lassen, dass seine Kumpels in der texanischen Fracking-Industrie vor lauter Champagner-Saufen gar nicht mehr aus dem Strahlen herauskommen! Allein die US-Bürger, die diese Suppe mit ihrem Geld auslöffeln sollen, sehen das wahrscheinlich ganz anders.
Während Kanzler Merz im Sauerland noch über den Sinn von 17 Cent Tankrabatt brütet, sorgt MAGA-Donny im Persischen Golf im Alleingang dafür, dass der Sprit an den Zapfsäulen bald vergoldet werden kann. Ein diplomatisches Totalversagen allererster Güte – verkauft als geniale Friedensmission des obersten Imperators!
Der Machtfaktor zieht das unbarmherzige Fazit: Wer die Weltpolitik wie ein insolventes Casino führt, setzt am Ende den Welthandelsverkehr auf die rote Fünfunddreißig. In diesem Sinne: Tanker umleiten, Fernglas putzen & Mahlzeit!
Weiterführende Links:
- Nahostkrise - Schiffsverkehr durch Straße von Hormus kommt praktisch zum Erliegen (Artikel auf spiegel.de vom 21.9.2026)
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