Samstag, 19. September 2026

Das 17-Cent-Märchen des Kanzlers: Erst blockieren, dann den Tankrabatt als Geniestreich feiern!

Es ist Sonntag, der 20. September 2026 – und aus dem Kanzleramt weht der süßliche Duft von gepflegter Wählerverarschung! Wer dachte, Dreistigkeit hätte Grenzen, wurde heute von Friedrich Merz persönlich eines Besserem belehrt. Stolz verkündete der Kanzler vor den Kameras, man stoppe nun die Abzocke an den Tankstellen und gewähre den geplagten Autofahrern bis Ende des Jahres einen Spritpreis-Rabatt von 17 Cent pro Liter!

Man muss sich diesen Zirkus einmal in aller Seelenruhe reinziehen: Noch vor wenigen Tagen erklärten uns Kanzler, Union und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche unisono, dass ein Tankrabatt unbezahlbar sei, der Staat kein Geld habe und eine Übergewinnsteuer für die Not leidenden Ölkonzerne der reine Sozialismus wäre. Reiche beschwor in bester Markt-Pietät, dass „der Markt das am besten alles von alleine regelt“. Dass dieser „Markt“ bei fallenden Rohölpreisen die Zapfsäulenpreise stramm nach oben schraubt, schien in ihrer Elfenbeinturm-Philosophie wohl nur ein unbedeutendes Detail zu sein.

1,70 Euro Ersparnis auf 10 Liter – Die Rente ist sicher!

Nun also der radikale Schwenk, um der Welt zu beweisen, dass die Wackel-Koalition angeblich „handlungsfähig“ ist! Und worauf stützt sich der historische Coup? Auf die naive Hoffnung, dass die Ölmultis die 17 Cent Steuernachlass im Rahmen einer „freiwilligen Selbstverpflichtung“ an die Bürger weiterreichen? Wer da nicht sofort an Norbert Blüms legendäres „Die Rente ist sicher!“ denkt, hat die letzten Jahrzehnte deutscher Politik auf dem Mond verbracht.

Selbst im absoluten Best-Case-Szenario – falls die Multis nicht wie gewohnt 16 von 17 Cent direkt in die eigene Marge umleiten – bedeutet dieser „Tankrabatt“ bei 10 Litern Treibstoff eine gigantische Ersparnis von 1,70 Euro. Ein wahrhafter Geldregen, bei dem die Pendlernation vor lauter Dankbarkeit Freudentänze auf den Tankstellen-Vorplätzen aufführen wird!

Verhandeln mit den Raubrittern

Dass der Kanzler zeitgleich ankündigt, höflich mit den Ölkonzernen darüber „verhandeln“ zu wollen, wo man vielleicht einen Spritpreisdeckel einziehen dürfe, bringt das Trauerspiel auf den Punkt. Anstatt den Abzockern per Übergewinnsteuer die Zähne zu ziehen, bettelt die Bundesregierung bei den Konzernen um Mitleid für den Steuerzahler.

Der Machtfaktor zieht das unbarmherzige Fazit: Wenn die Politik 17 Cent Almosen als Rettung verkauft, feiert sich der Räuber für das Zurücklassen des Wechselgeldes. In diesem Sinne: Volltanken auf eigene Gefahr & Mahlzeit!

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