Dienstag, 18. August 2026

Der „Boulevard of Broken Dreams“: Wie Trump die Straße von Hormus per Buntstift annektiert

Es ist Dienstagabend, der 18. August 2026 – und aus der Gerüchteküche von Truth Social erreicht uns das imperialistische Meisterwerk des Jahrhunderts! Wie der SPIEGEL berichtet, hat US-Präsident Donald Trump feierlich eine Landkarte veröffentlicht, auf der die weltwirtschaftlich wohl wichtigste Öl-Wasserstraße kurzerhand zum knallharten US-Territorium erklärt wird: „New U.S. Territory“!

 

Ab heute heißt die Straße von Hormuz "Donald Trump Boulevard of broken Dreams" und ist ein neues US-Territorium, sagt the Don

Man muss sich diese vollendete narzisstische Selbstaufblähung einmal auf der Zunge zergehen lassen! Nachdem er erst gestern den engsten Bündnispartner Südkorea vor den Bus warf, um dem Diktator in Pjöngjang zu huldigen, schwenkt der Meister nun vollends ins Reich der Geopolitik-Illustration um. Welcher völkerrechtliche Vertrag, welcher Verstand oder welche US-Militärdoktrin das Abstecken von Seegrenzen auf Truth Social decken soll, weiß vermutlich nicht einmal das Weiße Haus – wo Sprecher die Drohung vorsorglich schon als „Scherz“ abzutun versuchten.

Verhandlungen mit Phantomen und gebrochene Träume

Gleichzeitig verkündet Trump der erstaunten Weltöffentlichkeit stoisch, der Iran bettele bei ihm um Verhandlungen, während die Blockade der Marine greife. Aus Teheran schallt die Antwort gewohnt trocken herüber: Es gibt gar keine Verhandlungen, und die Meerenge bleibt für den US-Handel dicht, bis Washington die iranischen Forderungen erfüllt!

Das hindert The Don natürlich keineswegs daran, in Gedanken schon die Schilder für das neue Territorium aufzustellen. Wie wäre es mit „Donald Trump Boulevard of Broken Dreams“? Ein absolut treffender Name für eine Strategie, die außer explodierenden Spritpreisen und verwirrten Verbündeten absolut gar nichts zustande bringt!

Der Buntstift-Imperator

Ob die Annexion Grönlands, der Umbau Kanadas zum 51. US-Bundesstaat oder das Völkerrecht per Paint-Programm: Was früher ein Fall für die historische Abteilung für Größenwahn gewesen wäre, eventuell auch für den Oberarzt einer Psychiatrischen Einrichtung in den Vereinigten Staaten, ist 2026 die offizielle Außenpolitik der verbliebenen Supermacht. Wer braucht schon Diplomatie oder Allianztreue, wenn man geopolitische Machtfantasien einfach bequem vom Golfplatz aus per Smartphone-Inselkauf simulieren kann?

Der Machtfaktor zieht das unbarmherzige Fazit: Selbst historische Diktatoren dürften bei so viel schmerzfreier Arroganz und laienhaftem Buntstift-Kaiserreich voller Ehrfurcht erstarren. Warten wir also stoisch ab, wann die Mautstationen auf dem „Trump-Boulevard“ eröffnet werden. In diesem Sinne: Schöne Grüße vom Arsch der Welt! Mahlzeit!

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