Donnerstag, 30. Juli 2026

Lackaffe trifft Brockenhexe: Wie die Union den Sozialstaat auf das 19. Jahrhundert zurückfräst

Es ist Donnerstag, der 30. Juli 2026 – und im Deutschen Bundestag weht wieder der eiskalte Wind des reinen Sozialdarwinismus! Wie n-tv vermeldet, hat die Unionsfraktion Thorsten Frei mit fulminanten knapp 92 Prozent zum neuen Fraktionsvorsitzenden gewählt. Keine Abrechnung mit Kanzler Merz, kein kritisches Hinterfragen der jüngsten Kabinetts-Trümmerfelder – stattdessen geschlossenes Strammstehen hinter der neuen Nomenklatur!

Wer sich die Aufstellung anschaut, kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus: Während Herr Frei optisch derart gestriegelt daherkommt, als habe sein Friseur das gesamte Budget der Bundeswehr im Alleingang aufgebraucht, gleicht das politische Wirken einer Nina Warken nach dem ungeschminkten Krankenkassendesaster eher dem einer düsteren Hexe vom Brocken. Aber seien wir ehrlich: Zur apokalyptischen Grundstimmung im Land passt das Ensemble wie die Faust aufs Auge!

Der Staat als AG: Dividende für die Erben, Schlag in die Fresse für den Rest

Die Marschrichtung der Sauerländer „Fritz-Box“ im Kanzleramt ist längst unumstößlich definiert: Der Staat soll gefälligst geführt werden wie ein unregulierter mittelständischer Schreinereibetrieb im Jahr 1820! Die Armut wird ungeniert zur Eigenverantwortung erklärt. Wer nix hat, kriegt nix – außer vielleicht einen kräftigen Tritt in den Allerwertesten zum Abschied aus dem Sozialsystem. Wer hingegen reich geerbt hat, darf sich über Steuergeschenke und den strammen Schutz des Eigentums freuen. Schließlich wäre es nach Meinung konservativer Vordenker gänzlich unschicklich, diejenigen zur Kasse zu bitten, die vor lauter Erbschaften gar nicht mehr wissen, wohin mit den Millionen!

Dass die OECD seit Jahren verzweifelt davor warnt, wie die Schere zwischen Arm und Reich immer schneller auseinanderklafft, prallt an der Kanzler-Stirn ab wie Spritzwasser am Privatflieger. Der Markt regelt bekanntlich alles – nur eben sich selbst nicht!

Zurück zum Dividenden-Staat: Wenn 200 Jahre Fortschritt verdampfen

In den Gedankenwelten unserer Kanzler-Fritz-Box kreist die uralte, unselige Idee vom „dividendenzahlenden Staat“, in dem nur der Nützliche zählt und der Reiche regiert. Ein Wirtschaftsmodell, das den Kapitalismus als vollkommen unregulierten Sozialdarwinismus feiert: Wer scheitert, ist selber schuld; wer Milliarden versemmelt, war halt ein „mutiger Investor“. Dass die Hauptursache für marode Staatskassen nicht die Bäckereiverkäuferin oder der Rentner sind, sondern die Unfähigkeit von hochbezahlten Managern und die Steuervermeidung der Oberschicht, wird gepflegt unter den Teppich gekehrt.

Der Machtfaktor zieht das unbarmherzige Fazit: Mit Thorsten Frei an der Fraktionsspitze und Friedrich Merz im Kanzleramt erlebt Deutschland die Renaissance des ständestaatlichen Spardiktats. Der Sozialstaat wird nicht reformiert – er wird schlichtweg abgewickelt. Und wer am Ende ohne Absicherung da steht, kriegt vom Kanzleramt die Broschüre für „Eigenverantwortung im Alter“ überreicht. Mahlzeit!

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