Sonntag, 19. Juli 2026

Der moralische Tausendsassa macht den Abflug: Warum Jens Spahn niemand eine Träne nachweint und das Gruselkabinett der Nachfolger bereitsteht

Es ist Sonntag, der 19. Juli 2026 – der erste Tag der Zeitrechnung nach dem großen Jens Spahn. Wer geglaubt hat, das konservative Lager würde nach dem gestrigen Samstags-Knall in kollektive Trauer verfallen, der unterschätzt die erregte, geradezu euphorische Erleichterung, die heute durch die Redaktionen fegt. Die Frankfurter Rundschau vergießt alles andere als weinerliche Tränen, und der Spiegel nutzt die Gunst der Stunde, um das monumentale Sündenregister dieses politischen Wunderknaben noch einmal genüsslich aufzublättern. Man reibt sich fassungslos die Augen: Wie konnte eine derart zwiespältige Gestalt trotz einer Kette von Fehlleistungen, die sich wie eine kilometerlange Perlenschnur aneinanderreiht, so unverschämt lange an den Schalthebeln der Macht halten?

Ein Skandal für jede Gelegenheit: Spahns Sündenregister

Schauen wir uns das Erbe des Jens Spahn doch mal ganz ungeschminkt an: Da wäre der millionenschwere Villenkauf mitten in der Pandemie, während die Bürger um ihre nackte Existenz bangten. Da wären die freihändigen Maskendeals, bei denen er Abermilliarden an Steuergeldern verpulverte, als gäbe es kein Morgen mehr, und dem Staat aktuell noch Klagen über eine halbe Milliarde Euro einbrockte. Und wer könnte die dubiosen parlamentarischen Spielchen und die einvernehmlichen Abstimmungen unter der schützenden Ägide der AfD vergessen, wenn es der eigenen Machtkonstellation dienlich war?

Es gibt in diesem Land schlichtweg nichts, was dieser Mann nicht im großen Stil versemmelt hätte! Doch das Faszinierende an Jens war stets: Er war nie schuld. Für jede einzelne Katastrophe hatte er eine maßgeschneiderte, frisch polierte Moral im Handschuhfach. Es waren immer die anderen – die bösen Medien, die unfairen Kritiker –, die ihm das Leben völlig unverdienter Weise schwer machten, wo er doch nur unser Bestes im Sinn hatte: Unsere hart erarbeitete Kohle! Nur einer weint ihm jetzt noch theatralisch hinterher: Markus Söderer! Der bayerische Stammtisch-König mit seiner unnachahmlichen Gutsherrenart, war für Spahn ja auch das perfekte Vorbild: Du musst in der Politik nur laut und frech genug sein, und wenn dein andauerndes Versagen auffliegt, zeigst du mit deinen Wurstfingern einfach blitzschnell auf andere! Zur Not frisst du in aller Öffentlichkeit vor den Kameras a Weißwurscht un a Brezn, spielst dich als Everybody's Darling auf und hoffst, dass der Siff im Bierteig untergeht. Zum Glück war Spahns transatlantisches Baby-Shopping seine allerletzte, kapitale Fehleinschätzung!

Das Gruselkabinett der Nachfolger: Pest, Cholera oder die Kanzler-KI?

Doch wer nun glaubt, mit Spahns Abgang würde im Berliner Sesselpuper-Zirkus urplötzlich die Vernunft einziehen, der hat die Rechnung ohne das CDU-Gruselkabinett gemacht. Kanzler-KI Friedrich Merz will laut Frankfurter Rundschau in Rekordzeit einen Nachfolger für den Fraktionsvorsitz aus dem Zylinder zaubern. Und die potenziellen Kandidaten lassen einem den Atem stocken! Steht uns mit Thorsten Frey etwa der personifizierte Bürokratie-Schlafwagen ins Haus? Oder gar Carsten Linnemann, der neoliberale Prediger, in dessen Weltbild die Schuldenbremse heiliger ist als die Menschenwürde?

Oder – man wagt es kaum auszusprechen – holt Merz den absoluten König der Inkompetenz aus der Versenkung: Alexander Dobrindt?! Der Mann, der sich in der Vergangenheit durch ein ähnlich ausgeprägtes Unvermögen wie Spahn ausgezeichnet und mit der Pkw-Maut Hunderte Millionen Euro im Klo heruntergespült hat! Jeder dieser Vögel ist für sich genommen ein seltener Dummschwätzer vor dem Herrn. Ob der Fritze da wirklich weiß, was er tut, darf man mehr als berechtigt anzweifeln. Wahrscheinlicher ist: Die Kanzler-KI wählt einfach das Modell, das am geräuschlosesten funktioniert und dem eigenen Ego nicht gefährlich werden kann.

Der Herbst-Schock steht bevor

Schauen wir also positiv gestimmt in diese sommerliche Zukunft, solange wir noch können! Denn wenn der politische Betrieb sich in drei Monaten aus dem Urlaub zurückmeldet und die Realität die Herrschaften wieder einholt, steht uns Bürgern und Steuerzahlern der nächste handfeste Schock ins Haus. Glaubt bloß niemand, das „Über-den-Löffel-barbieren“ hätte mit Spahns Rücktritt ein Ende gefunden! Solange Warken und Merz das Sagen haben, wird der Gürtel bei den Krankenkassen und Sozialleistungen weiter enger geschnallt, während man den Reichen die Steuergeschenke hinterherwirft.

Der Machtfaktor stellt fest: Jens Spahn verfliegt wie ein unappetitlicher Furz im Sommerwind – aber der Gestank der unsozialen Politik bleibt uns erhalten. Die ministeriellen Hanswürste rotieren, die Nachfolger bringen sich in Stellung und wir halten das Visier eisern feuerbereit. Legen wir sie rein! Mahlzeit!

Was sagt ihr zu den hämischen Nachrufen auf Jens Spahn? Findet ihr es auch bezeichnend, wie schnell seine eigenen Parteikollegen ihn nach den ganzen Villen- und Maskenskandalen fallgelassen haben, als das Leihmutter-Baby aufflog? Und wer aus dem Gruselkabinett – Frey, Dobrindt oder Linnemann – ist für euch der schlimmste potenzielle Nachfolger? Schreibt mir eure unzensierte Meinung in die Kommentare!

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