Man muss sich die moralische Flexibilität der Washingtoner Regierungsclique dieser Tage wirklich auf der Zunge zergehen lassen. Am 7. Juni 2026 titelt Spiegel.de fassungslos: „Polizeiskandal in Southampton – Großbritannien wirft USA Einmischung im Fall Henry Nowak vor“.
Was war passiert? In Großbritannien verblutete ein weißer Student in den Fesseln der britischen Polizei. Ein Sikh hatte ihn zuvor angegriffen und niedergestochen, um den Beamten im Anschluss dreist zu verklickern, er selbst sei das Opfer. Die britischen Bobbies – nach dem bewährten Motto „Me nothing, you nothing“ – verhafteten daraufhin kurzerhand das eigentliche Opfer und ließen den jungen Mann ohne Erste Hilfe jämmerlich krepieren.
Dass diese Tragödie sofort von den heimischen Rechtsradikalen um Nigel Farage instrumentalisiert wurde, ist das eine traurige Kapitel. Dass sich nun aber ausgerechnet J.D. Vance, der vize-präsidiale Kronprinz von Donald Trumps Gnaden, bemüßigt fühlt, seinen Senf dazuzugeben und London gute Ratschläge zu erteilen, haut dem Fass die Krone mitten ins fette Gesicht!
Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Panzern schießen
Es ist an Zynismus kaum zu überbieten, wenn ausgerechnet ein US-Regierungsvertreter den Briten Vorträge über Polizeigewalt und Justizversagen hält. In den USA ist es schließlich längst die Regel und nicht mehr die Ausnahme, dass Verdächtigen unvermittelt das Lebenslicht ausgeblasen wird. Ob sie nun bei einer angeblichen Flucht von hinten oder auch von vorne erschossen werden, ob ein ziemlich fetter, weißer Beamter so lange auf ihrem Hals kniet, bis sie erstickt sind, oder ob sie im eigenen Auto durchlöchert werden, nur weil sie vorschriftsmäßig rechts ranfahren wollten – die US-Polizeistatistik spricht Bände.
In der Regel trifft es eben keine weißen, heterosexuellen Menschen, sondern Angehörige ethnischer oder sexueller Minderheiten. Die Sitten sind drüben mittlerweile so verkommen, dass die Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) nicht einmal mehr offiziell melden muss, wenn ein entlassener Häftling binnen 30 Tagen nach seiner Freilassung stirbt. Aus den Augen, aus dem Sinn, ab in die Statistik-Mülltonne! Soweit, so unerträglich schlecht. Aber Vance spielt den Chefankläger für die britische Küste.
Keir Starmer schießt zurück – Aber wo bleibt die Ukraine?
Der britische Premierminister Keir Starmer zeigte sich ob dieser Washingtoner Arroganz sichtlich erschüttert und verwahrte sich unmissverständlich gegen die Einmischung des US-Megaphons in britische Angelegenheiten. Richtig so!
Man würde sich eine derartige Konsequenz und klare Kante von der westlichen Allianz allerdings mal beim russischen Vernichtungskrieg gegen die Ukraine wünschen. Aber Fehlanzeige! Stattdessen kuscht man vor dem großen Bruder in Washington, während Donald Trump („Tronald Dump“, wie man ihn im Netz mittlerweile treffend nennt) ungeniert die Propaganda des Kreml-Diktators nachplappert.
Da behauptet Trump doch tatsächlich in bester Putin-Manier, der ukrainische Präsident Selenskyj sei „illegal“ im Amt – exakt das gleiche zersetzende Gift, das auch der lupenreine Demokrat im Kreml Tag für Tag absondert. Mahlzeit, kann man da nur sagen! Wer solche „Freunde“ und Verbündete im Weißen Haus sitzen hat, der braucht wahrlich keine Feinde mehr.
Fazit: Die Doppelmoral der „Vereinigten Staaten von Absurdistan“
Die Einmischung im Fall Henry Nowak zeigt das hässliche Gesicht der aktuellen US-Außenpolitik: Eine Mischung aus messianischem Größenwahn, purer Heuchelei und dem völligen Verlust jeglicher Selbstreflexion. Wer die Augen vor dem rassistischen Sumpf der eigenen Polizeibehörden verschließt, hat auf der internationalen Bühne gefälligst die „Goschn“ zu halten, wenn andere Länder ihre eigenen Justizskandale aufarbeiten.
Der Machtfaktor stellt fest: J.D. Vance und sein Chef Trump sind nicht die Retter der westlichen Werteordnung – sie sind deren Totengräber, die sich im Glashaus der eigenen Unfähigkeit bar jeglicher Scham als Richter aufspielen.
Was haltet ihr von J.D. Vances Einmischung in Großbritannien? Ist es die pure Heuchelei angesichts der US-Polizeigewalt, oder hat er mit der Kritik am britischen Justiz-Chaos recht? Und wie bewertet ihr Trumps Verbundenheit im Geiste mit Putin? Schreibt mir eure ungeschminkte Meinung in die Kommentare!
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