Man glaubt ja so langsam, die diplomatische Talsohle unter Donald Trump sei endgültig durchschritten. Doch weit gefehlt! Pünktlich zum Donnerstag meldet der Tagesspiegel ein diplomatisches Drama der ganz besonderen, hochnotpeinlichen Güteklasse: „Trump beklagt fehlende Unterstützung: ‚Wir wollten ein kleines Küsschen von Deutschland, aber sie haben nein gesagt‘“. Da schau her! Der mächtigste Mann der westlichen Welt mutiert auf Social Media zum weinerlichen Teenager, weil die blöde Germania ihm das Bussi verweigert hat.
Machen wir es mal ganz kurz auf gut Deutsch: Wenn so ein Ansinnen gegen den ausdrücklichen Willen der Angebeteten erfolgt, nennt man das hierzulande schlicht sexuelle Belästigung. Und mal ganz ehrlich unter uns: Wer will diesen Mann denn bitte freiwillig küssen? Das macht doch nicht mal Melania – zumindest nicht ohne vorherige Überweisung oder einen wasserdichten Ehevertrag!
Erst die Bude anzünden, dann nach Trost und Hilfe betteln
Hinter dieser vermeintlich drolligen Metapher verbirgt sich jedoch eine geopolitische Frechheit sondergleichen. Da zettelt der Donald mit seiner handverlesenen Entourage aus den größten Spacken, die der christliche Fundamentalismus und die MAGA-Sekte zu bieten haben, irgendwo auf der Welt einen Krieg an. Er informiert niemanden, er erklärt keinem Menschen, was er eigentlich erreichen will, und haut dann außenpolitisch so dermaßen auf die Kacke, dass die Scheiße bis nach Washington und in den Rest der westlichen Welt spritzt. Und wenn das Kind dann im Brunnen liegt, kommt er angeschlappt und jammert: „Ich wollte doch nur ein kleines bisschen Hilfe, und die verweigern sie mir!“
Natürlich hat der Herr der Trump absolut keinen Schimmer, wie eine Demokratie funktioniert. Sonst wäre ihm vielleicht klar, dass eine demokratisch legitimierte Regierung in Europa nicht einfach auf Zuruf sagen kann: „Aber klar doch, Donald-Schatz, wie viele Soldaten brauchst du denn und wohin dürfen wir die Panzer und Raketen liefern?“ Man geht so einfach nicht mit seinen Verbündeten um.
Aber gut, was will man von einem Mann erwarten, der im diplomatischen Alltag agiert wie eine Dampfwalze im Porzellanladen? Erinnern wir uns an das Theater, als er Kanada mal eben als 51. Bundesstaat annektieren wollte, gefolgt von der manischen Forderung nach Grönland: „Ich brauche sofort Grönland, weil ihr Idioten das mit euren zwei Hundeschlitten nicht verteidigen könnt!“ Oder nehmen wir den großen Gaza-„Friedensrat“, bei dem jeder Teilnehmer – inklusive des Vorsitzenden Trump auf Lebenszeit – eine glatte Milliarde Dollar Eintrittsgeld blechen sollte. Die Geladenen dankten höflich und zahlten natürlich keinen Cent. Und der absolute Abschuss: Venezuela! Da lässt er den dortigen Präsidenten einfach entführen, in die USA verschleppen, um ihm den Prozess zu machen – und fühlt sich jetzt wahrscheinlich als amtierender Regent von Caracas.
Der Mittelfinger aus Jerusalem und Teheran
Und nun steht er da, der schönste Donald, den die Welt je gesehen hat – schöner noch als Donald Duck höchstselbst – und macht nirgendwo mehr einen Stich. Der Iran tanzt ihm auf der Nase herum, und sein treuer Kumpel Bibi Netanjahu zeigt ihm aus Jerusalem den langen, hässlichen Mittelfinger, während er die israelische Sicherheit im Libanon ganz ohne Washingtons Erlaubnis verteidigt.
Und dann kommt dieser gescheiterte Großmeister der Deals um die Ecke und will ein Küsschen von Deutschland? Kein Wunder, dass er beleidigt abzieht, wenn die Germania kühl antwortet: „Diggaa, putz dir erst mal den Burgerkäse aus dem Gesicht, leg dir ein paar Manieren zu und dann kannste vielleicht noch mal anständig fragen!“
Fazit: Die Wahl zwischen Pest und Cholera
Angesichts dieser anhaltenden Realsatire, die den Lauf der Welt nachhaltig ins Chaos stürzt, muss man sich unfreiwillig die Frage aller Fragen stellen: Ist einem unter diesen Bedingungen am Ende Putimir Wladin am Allerwertesten lieber als Tronald Dump im Gesicht? Fest steht: Der Machtfaktor will verdammt noch mal keines von beiden!
Was haltet ihr von Trumps weinerlicher „Küsschen“-Kritik an Deutschland? Ist das der absolute Tiefpunkt präsidialer Diplomatie oder nur der normale Wahnsinn aus dem Weißen Haus? Schreibt mir eure ungeschminkte Meinung in die Kommentare!
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