Montag, 1. Juni 2026

Das Märchen vom scheuen Reh: Wenn 5.000 Superreiche ein Viertel des Landes besitzen

Manchmal reicht eine einzige Nachricht, um das gesamte Konstrukt der angeblichen „Steuergerechtigkeit“ in diesem Land wie ein Kartenhaus zusammenbrechen zu lassen. Am 27. Mai 2026 vermeldete der Deutschlandfunk frisch aus dem neuen „Global Wealth Report“: In Deutschland gibt es mehr Superreiche als je zuvor. Rund 5.000 Menschen – das sind satte 1.100 mehr als im letzten Jahr – besitzen zusammen mehr als ein Viertel des gesamten deutschen Finanzvermögens.

Genauer gesagt: Diese exklusive Elite, von der jeder Einzelne mindestens 100 Millionen US-Dollar auf der hohen Kante hat, kontrolliert zusammen astronomische 3,4 Billionen Dollar.

Und was macht die Politik angesichts dieser unfassbaren Reichtumskonzentration an der Spitze? Sie zuckt mit den Achseln, murmelt ehrfürchtig das alte Mantra vom „Geld als scheuem Reh“ und fasst die Herrschaften bloß nicht mit der Steuerzange an. Man will sie ja nicht verärgern, gell?

Vom Commerzbank-Coup und staatlichen Raubrittern

Wie absurd dieses System gestrickt ist, zeigt sich erst, wenn man den Milliarden-Zirkus der Elite mit der Realität eines normalen Bürgers vergleicht. Machen wir es mal ganz konkret:

Ich selbst besitze seit einigen Jahren stolze 7 Aktien der Commerzbank. Ich hatte damals den richtigen Riecher, als die Bank am Boden lag – mir war klar, dass die Bundesregierung den Laden nicht pleitegehen lassen würde. Das nötige Großgeld für einen riesigen Einstieg hatte ich zwar nicht, aber ich kaufte bescheidene 7 Stück für schmale 5,90 Euro das Stück. Ein super Deal, denn heute steht jede einzelne Aktie bei stolzen 36,75 Euro.

Gerade eben gab es nun die jährliche Dividende. Mein grandioser Ertrag: 7,70 Euro. Und jetzt ratet mal, wer sofort wie ein Geier über meinem Konto kreiste? Der deutsche Staat! Von meinen 7,70 Euro Gewinn durfte ich sage und schreibe 2,02 Euro direkt als Kapitalertragsteuer an die Finanzkasse abdrücken. Das sind über 26 Prozent Steuern auf einen Betrag, für den man heute nicht mal mehr eine Tasse Kaffee bekommt!

Und dann sitzen dieselben Politiker abends in den Talkshows, heulen dem Publikum die Ohren voll, der Deutsche sei eben ein „Aktienmuffel“ und müsse dringend mehr privat fürs Alter vorsorgen. Ich fasse es einfach nicht! Wenn der Normalbürger versucht, ein paar Krümel vom Kuchen abzubekommen, hält der Staat schamlos die Hand auf. Bei den richtig dicken Fischen kapituliert er im selben Atemzug vor Angst.

Die große Auswanderungs-Lüge: Wo bitte fährt es sich im Bugatti besser?

Das Hauptargument gegen eine angemessene Besteuerung von Millionenvermögen ist seit Jahrzehnten dasselbe: „Wenn wir die belasten, investieren die nicht mehr! Die hauen alle ab und nehmen ihr Geld mit ins Ausland!“

Ehrlich gesagt? Reisende soll man nicht aufhalten. Denn schauen wir uns doch mal ganz nüchtern an, was diese Herrschaften hierzulande eigentlich tun. Investieren sie ununterbrochen in den Bau neuer Fabriken oder die Sanierung von maroden Schulen? Die BCG-Studie sagt das Gegenteil: Ihre Vermögen explodieren vor allem durch Gewinne an den Aktienmärkten. Das heißt auf gut Deutsch: Leistungsfreie Spekulation statt nachhaltiger Investition.

Gleichzeitig nutzen diese Leute aber wie selbstverständlich die erstklassige, vom Steuerzahler finanzierte Infrastruktur dieses Landes. Wo bitteschön in Europa oder auf der Welt kann man mit seinem Bugatti Veyron eigentlich noch ungestraft mit Vollgas über die Autobahn jagen? Mit welchem Wasser werden denn die üppigen Luxus-Pools in den Nobelvierteln gefüllt? Und womit werden deren bescheidene Heime geheizt, gekühlt und beleuchtet? Mit unserer Energie aus unseren Leitungen.

Es ist ein schönes Leben als Superreicher in Deutschland: Die Vorzüge des Sozialstaates und der Infrastruktur konsumieren, aber sich beim Bezahlen der Zeche vornehm im Hintergrund halten.

Steuergerechtigkeit auf Deutsch

Wenn das Geld ein scheues Reh ist, dann ist der normale Arbeitnehmer wohl eine fette, träge Kuh, die man melken kann, bis sie umfällt. Wer seit fast 50 Jahren morgens aufsteht und schuften geht, der hat die Finanzverwaltung als treuen, unbarmherzigen Schatten am Allerwertesten kleben. Und wehe dir, du reichst beim Lohnsteuerjahresausgleich eine Quittung zu Unrecht ein oder vergisst aus Versehen ein paar Euro anzugeben. Dann versteht Vater Staat plötzlich überhaupt keinen Spaß mehr.

Die nackte Wahrheit lautet: Bei den 66 Millionen Menschen, die weniger als 250.000 Dollar besitzen, wird jeder Cent dreimal umgedreht – und bei 7,70 Euro Aktiengewinn wird sofort abkassiert. Bei den 5.000 Leuten an der Spitze drückt man beide Augen ganz fest zu.

Den Superreichen würde es im Alltag nicht einmal auffallen, wenn das Finanzamt ein paar Millionen Euro mehr einzieht. Es würde weder ihren Lebensstil einschränken noch ihren Pool leeren. Aber dieses Geld könnte Straßen flicken, Brücken sanieren und die maroden Krankenkassen entlasten.

Fazit: Zeit für den Jagdschein

Die Vermögenskonzentration in Deutschland nimmt absurde Züge an. Wenn 5.000 Menschen mehr besitzen als die halbe Bevölkerung zusammen, ist das kein funktionierender Kapitalismus mehr – das ist moderner Feudalismus.

Es wird Zeit, dass die Politik aufhört, vor den Drohungen der Milliardäre zu kuschen. Wer unsere Straßen nutzt, unser Wasser trinkt und von der Sicherheit unseres Landes profitiert, der hat verdammt noch mal auch seinen gerechten Anteil am Gemeinwohl zu zahlen. Alles andere ist kein Steuersystem, sondern die organisierte Ausbeutung der Mitte!

Was denkt ihr über mein Commerzbank-Beispiel? Habt ihr auch schon die Lust am Sparen verloren, weil das Finanzamt bei jedem Cent sofort mitschneidet, während die Superreichen steuerfrei spekulieren? Schreibt mir eure Meinung in die Kommentare!


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