Das Logik-Paradoxon: Krieg führen mit dem „Nichts“
Für den Machtfaktor stellt sich hier eine fundamentale Frage der Logik, die man den US-Bürgern und dem Rest der Welt erst einmal erklären muss:
Uns wurde hochoffiziell und staatstragend verkündet, dass der Iran nach den massiven israelisch-amerikanischen Bombenangriffen binnen einer Woche grandios, glorreich und endgültig besiegt worden sei – natürlich primär dank der unfehlbaren Genialität des Donald J. Trump. Die militärische Infrastruktur sei pulverisiert, das Regime habe quasi keine Drohnen, keine Raketen und erst recht keine Startrampen mehr.
Wenn das so ist:
Wie kann es sein, dass diese angeblich „pulverisierten“ Mullahs munter weiter die verbündeten Staaten am Persischen Golf bombardieren?
Wie kann ein „glorreich besiegter“ Gegner im selben Atemzug die Straße von Hormuz besetzt halten und dort dreist Maut- und Durchfahrtsgebühren erpressen?
Kurz gefragt: Wie bitteschön führt man Krieg mit dem Nichts? Entweder war der „große Sieg“ im März eine reine PR-Lüge für die heimischen Wähler, oder die US-Aufklärung ist so blind, dass sie nicht einmal merkt, wenn sich ein am Boden liegender Gegner wieder bewaffnet. Trumps Unberechenbarkeit schlägt hier endgültig in gefährliche Inkompetenz um.
Terror nach außen, Tyrannei nach innen
Während sich Trump international lächerlich macht und sich vom Teheraner Regime auf der Nase herumtanzen lässt, läuft die brutale Unterdrückungsmaschinerie im Iran im Hintergrund eiskalt weiter. Damit den religiösen Fanatikern in Teheran zwischen Waffenruhe und Maut-Erpressung nicht langweilig wird, richten sie ungerührt und in brutaler Regelmäßigkeit weiter die gefangenen Demonstranten hin.
Menschen, die es gewagt haben, für Freiheit, Frauenrechte und gegen die Tyrannei der islamistischen Obrigkeit aufzubegehren, zahlen den ultimativen Preis. Und die westliche Welt? Schaut weg, verhandelt im Geheimen über eingefrorene Milliarden und lässt sich von Trumps erratischem Zickzack-Kurs ablenken.
Fazit: Ein gefährliches Vakuum
Die Lage ist nicht nur dramatisch – sie ist brandgefährlich. Trumps Strategie der Unberechenbarkeit stabilisiert überhaupt nichts, sie schafft ein Vakuum, das von den Mullahs eiskalt ausgenutzt wird. Das Ergebnis dieser „Servietten-Diplomatie“: Explodierende Spritpreise weltweit, ein leidender Welthandel und ein unberechenbarer Dauerkonflikt, bei dem niemand mehr weiß, wer morgen wen beschießt.
Wenn das die „Kunst des Deals“ ist, dann gute Nacht. Der Machtfaktor in der Golfregion liegt derzeit nicht in Washington – er liegt im Chaos begraben.
Was meint ihr? Ist Trumps Taktik der „aggressiven Zurückhaltung“ ein genialer Schachzug oder das endgültige Eingeständnis, dass ihm die Kontrolle im Iran-Konflikt komplett entglitten ist? Schreibt eure Meinung in die Kommentare!
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen