Es gibt Gestalten in der deutschen Polit-Landschaft, die waren schon immer dazu da, um trefflich gehasst, aber wohl niemals geliebt zu werden. Und ganz vorne in dieser Galerie der Unfähigkeit thront ein Mann, bei dessen Namen jedem Steuerzahler reflexartig die Halsschlagader anschwillt: Andreas „Andi“ Scheuer. Dass er in der bayerischen Landespolitik schon immer seine weiß-blauen Wurstfinger überall mit drin hatte, geschenkt – das gehört in der CSU quasi zum guten Ton.
Doch am 29. Mai 2026 ploppte auf n-tv.de eine Meldung auf, die beweist, dass die Mühlen der Justiz manchmal quälend langsam, aber immerhin überhaupt noch mahlen: „Vorwurf der Falschaussage – Ex-Minister Scheuer soll nach Maut-Debakel vor Gericht.“
Da reibt man sich doch verwundert die Augen. Sollte hier tatsächlich das Unmögliche wahr werden? Erlebt Deutschland im Jahr 2026 etwa das historische Wunder, dass ein Spitzenpolitiker für die desaströsen Folgen seines Handelns zur Rechenschaft gezogen wird?
Das Kartell der unantastbaren Ehrenmänner
Bislang galt in den Berliner und Münchener Amtsstuben schließlich das eherne Gesetz der totalen Verantwortungslosigkeit. Völlig egal, was verbrochen wurde – sei es aus krimineller Energie oder schlichter, bodenloser Dummheit –, gehaftet hat dafür noch nie jemand.
Interessenskonflikte? Die konnten einen direkt in den Allerwertesten beißen und fröhlich winkend auf sich aufmerksam machend herbeitanzen – die Motivation unserer Volksvertreter war angeblich immer absolut lauter. Ein paar Beispiele gefällig?
Helmut Kohl: Die „Birne“ scherte sich einen feuchten Kehricht um das Parteiengesetz, gab anonymen, illegalen Spendern sein „Ehrenwort“ und hielt die Schnauze. Konsequenzen? Keine.
Wolfgang Schäuble: Konnte sich beim besten Willen nicht daran erinnern, wie zehntausende D-Mark in bar in seine Schreibtischschublade wanderten und von wem er den Umschlag überhaupt hatte.
Jens Spahn: Unser aller Bundesgesundheitsministrant während der Pandemie. Vergab freihändig Milliardenaufträge für Masken an Firmen, die rein zufällig aus seinem eigenen Wahlkreis kamen, aber nicht liefern konnten. Der gelieferte, untaugliche Schrott war so nah am Ablaufdatum, dass er vom Lkw direkt in die Müllverbrennungsanlage weitergeleitet werden konnte.
Und nun also Andi Scheuer. Dem will man jetzt tatsächlich an den Sack – wegen mutmaßlicher Falschaussage vor dem Untersuchungsausschuss.
Das Maut-Debakel: Hochmut kommt vor dem Millionen-Scheck
Sein Treiben rund um die „Ausländermaut“ auf deutschen Autobahnen war von Anfang an nicht nur europarechtlich illegal, sondern ein einziges, rücksichtsloses Ego-Projekt. Jeder Jurist mit Restverstand warnte den CSU-Minister vor dem absehbaren Albtraum vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH).
Doch statt das Urteil abzuwarten, schloss Scheuer in vorauseilender Arroganz wenige Tage vor der Gerichtsentscheidung millionenschwere, unkündbare Verträge mit den vorgesehenen Maut-Betreibern ab. Vierzehn Tage später schmetterte der EuGH die Maut ab. Scheuer stand da wie ein begossener Pudel, klopfte aber weiter große Sprüche.
Die betroffenen Firmen ließen sich die entgangenen Gewinne natürlich nicht entgehen, klagten den Staat in Grund und Boden – und bekamen Recht! 243 Millionen Euro Schadenersatz durfte der Steuerzahler berappen, weil Andi Scheuer meinte, Cowboy auf unseren Autobahnen spielen zu müssen. Und was tat Scheuer? Er machte einfach weiter, als sei nichts gewesen. Wofür ist man schließlich in der CSU?
Fazit: Ab in den Bunker!
Das Maut-Debakel klebt Andreas Scheuer heute noch an den Hacken wie ein bappiges Gutsel an den edlen italienischen Ledertretern, die er so gerne spazieren trägt. Wenn es nach dem gesunden Menschenverstand geht, gehört dieser Mann für drei bis vier Jahre in den Bunker gesperrt. Jeder normale Bürger, der den Staat derart belügt, betrügt und das Geld der Allgemeinheit ohne Sinn und Verstand aus dem Fenster schmeißt, würde kein Tageslicht mehr sehen.
Es wird Zeit, dass dieses Gerichtserfahren kein Alibi-Prozess bleibt. Andi Scheuer vor Gericht ist der ultimative Lackmustest für unsere Demokratie: Gilt das Recht für alle, oder dürfen die weiß-blauen Amigo-Zuchtmeister weiterhin ungestraft die Taschen der Steuerzahler plündern? Der Machtfaktor bleibt dran!
Was meint ihr? Wandert Andi Scheuer am Ende tatsächlich in den Bau oder wird das Verfahren wegen Falschaussage mal wieder gegen eine schmale Geldauflage aus der Portokasse eingestellt? Schreibt mir eure ungeschminkte Meinung in die Kommentare!
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