Ja, mit der Meloni, Post-Faschistin hin oder her, kann man schon ne Beziehung beginnen. Klein, anschmiegsam und gelegentlich ein wenig widerborstig, genau wie Merz selbst, nur ist der nicht klein! Und er ist auch nicht widerborstig, eher spröde.
Nachdem er sich durch den Weltwirtschaftsgipfel geschmust und das meiste bei seiner Ansprache im Ungefähren gelassen hatte, verfügte er sich nach Brüssel zum EU-Gipfel und nun steht er in Italien ante porta, um Georgia Meloni seine arrogante Aufwartung zu machen und erste zarte neue Bande neu zu knüpfen. Zumindest was die Wirtschaftsbeziehungen betrifft! Daheim ist ihm ja im Moment nicht so wirklich viel gelungen. Seine Charmeoffensive für die deutsche Wirtschaft ist ihm voll in die Hose gelaufen, die Deutschen, insbesondere die Arbeitnehmer sind ihm zu faul und/oder zu krank, die Bürgergeldbezieher zu teuer und sonst läuft auch nicht so wirklich viel, was man auch nur im Ansatz mit „positiv“ bezeichnen könnte. Da haut man doch am liebsten ab und macht sich woanders n flotten Lenz, oder n flotten Otto?
Keine Ahnung, aber ist ja letztlich auch egal. Hauptsache wech! Und nun hört man munkeln, Meloni wolle das für Merz werden, was Macron einmal war? Mir wird ganz merkwürdig zumute, wenn ich nur dran denke, was damit gemeint sein könnte. Zumindest hört es sich ziemlich schmutzig an, oder? Vielleicht erhofft er sich ja ein bisschen Unterstützung von der kleinen Faschobraut. Dann hätte sich die Reise nach bella Italia wenigstens ein wenig gelohnt! Und vielleicht kann sie ihm ja ein paar Tipps geben, wie man unerwünschte ausländische Ausländer ratzfatz außerhalb der eigenen Landesgrenzen mal so eben abfertigen und dann gleich ohne viel Aufhebens in deren Heimat abschieben kann. Ach halt mal, das hätte ich ja fast vergessen. Das funktionierte ja leider auch nicht so, wie Meloni sich das gedacht hatte, denn da hat ihr ein italienisches Gericht einen fetten Strich durch die Rechnung gemacht und nun steht sie da, mit ihrem schick gebauten Abschiebeknast in Albanien und darf keine Ausländer dorthin abschieben. Und die 13, die sie schon glaubte losgeworden zu sein, musste sie wieder abholen und nach Italien bringen lassen! da könnte ich mich, ehrlich gesagt, schon ein bisschen scheckig lachen!
Links:
- Kanzler mit Ministern in Rom - Meloni will für Merz werden, was Macron einmal war (Artikel auf n-tv.de vom 23.01.2026)