Dienstag, 15. September 2026

Der Märchenonkel im Weißen Haus: Trumps Phantom-Waffenstillstand vor den Midterms

Es ist Dienstag, der 15. September 2026 – und aus Washington erschallt die neuste verbale Jerichotrompete des selbsternannten Weltfriedensstifters! Wie unter anderem die Frankfurter Rundschau erstaunt feststellt, behauptet US-Präsident Donald Trump ganz kühn, er habe zwischen der Ukraine und Russland eine Waffenruhe bei der Energieinfrastruktur ausgehandelt. Die Beteiligten vor Ort wussten davon freilich gar nichts!

Man sollte diesen diplomatischen Wahnwitz einmal genüsslich in seine an Schwachsinn nicht zu überbietenden Einzelteile zerlegen! Einfach mal so. Trump verkündet stolz ein Abkommen, während russische Drohnen weiter ukrainische Umspannwerke anvisieren und die Ukraine berechtigterweise die Öl-Lebensadern im Kreml zerlegt. Aber in der Gedankenwelt von Dozy Don reicht es eben völlig aus, eine frei erfundene Behauptung in den Raum zu rotzen, in der Hoffnung, dass die Kameras schwenken, und zwar auf ihn und nur ihn alleine, und allsobald der Applaus tosend aufbrandet!

Das Opfer ist schuld am Krieg!

Dabei ist die Logik des orangenen Friedensfürsten so schlicht wie entlarvend: Dass die Ukraine seit fünf Jahren gegen die Invasion kämpft, liegt im Hause Trump nicht an Wladimir Putins Wahn von der Großmacht. Nein! Der Krieg geht nur deshalb weiter, weil der Angegriffene sich schlichtweg weigert, die weiße Fahne zu hissen, sein Land abzutreten und die Unabhängigkeit am Verhandlungstisch abzuliefern!

Weil Donny das mit seiner „24-Stunden-Blitzlösung“ nach der Wahl gewaltig versemmelt hat, müssen vor den heiklen Midterm-Wahlen im November nun händeringend Erfolgsmeldungen erfunden werden. Ob Spritpreis-Explosion an den US-Tankstellen oder das Desaster in der Nahost-Politik: Wenn die Realität nicht passt, wird sie beim Minigolf im Weißen Haus einfach umgedichtet!

Gehirnakrobatik auf Staatskosten

Morgen hat der Präsidentschafts-Märchenonkel schon wieder vergessen, was er heute in die Mikrofone gebrüllt hat. Übermorgen erklärt er vermutlich die Ozeane für befriedet, weil die Fische nicht zurückschießen. Wer solch einen Mann an der Spitze der westlichen Führungsmacht weiß, braucht keine Feinde mehr.

Der Machtfaktor zieht das unbarmherzige Fazit: Wer Außenpolitik mit Erfindungen und Wählerbestechung verwechselt, hat den Kompass der freien Welt im Sandbunker vergraben. In diesem Sinne: Nase zuhalten und durch! Mahlzeit!

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