Es ist Mittwoch, der 5. August 2026 – und aus den klimatisierten Prachtbauten der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) erreicht uns das herzzerreißende Weinen des Hauptgeschäftsführers! Wie n-tv berichtet, zeigt sich Steffen Kampeter zutiefst „fassungslos“ über die anhaltende Debatte um das Rentenpaket. Seine Botschaft an die arbeitende Bevölkerung lautet sinngemäß: Wer nach 45 schweißtreibenden Jahren in den Ruhestand gehen will, übertreibt es mit den Ansprüchen!
Man muss sich diese bodenlose Arroganz einmal in aller Seelenruhe auf der Zunge zergehen lassen. Hat ein Mann wie Kampeter jemals am 15. des Monats das Haushaltsbuch gewälzt und überlegt, ob das restliche Geld noch für anderthalb Wochen gekochte Nudeln mit Ketchup reicht? Not gelitten hat in diesen Kreisen garantiert noch niemand. Wer seine täglichen Arbeitswege kommod im Porsche Cayenne zurücklegt und hemmunglos 25 Liter Super Plus verbrennt, erklärt dem kleinen Mann auf dem Bau oder in der Pflege, dass er gefälligst „mehr Bock auf Arbeit“ zu entwickeln hat – am besten bis zum biologischen Umfallen!
Teile und herrsche: Das Neid-Spiel der Arbeitgeber-Lobby
Die Strategie hinter Kampeters Dauerfeuer ist so durchsichtig wie genial: Man schürt Neid und Missgunst. Eine verschwindend kleine Zahl an Transferleistungsempfängern wird medial zum Hauptproblem des Staates aufgeblasen, während man gleichzeitig die wenigen älteren Arbeitnehmer, die mit kaputten Gelenken nach 45 Beitragsjahren die Reißleine ziehen, gegen die jüngere Generation ausspielt.
Nach der Logik der BDA gilt scheinbar das alte Prinzip: Wer nicht mehr schuftet, braucht auch kein menschenwürdiges Dasein mehr. Zum Sterben zu viel, zum Leben zu wenig – das ist das Maß aller Dinge, an dem sich konservative Sozialpolitik orientiert.
Fachkräfte importieren, Ausbildung einsparen
Gleichzeitig fordert Herr Kampeter stramm ein „attraktives Zuwanderungssystem für Fachkräfte“. Warum auch selbst Geld in den deutschen Nachwuchs und in ordentliche Ausbildung stecken, wenn man sich die fertig ausgebildeten Firmen-Domestiken bequem aus dem Ausland importieren kann? Das schont den eigenen Profit und hält die Lohnnebenkosten schön im Keller!
Der Machtfaktor zieht das unbarmherzige Fazit: Wenn Steffen Kampeter fassungslos ist, dann hat die arbeitende Bevölkerung irgendetwas verdammt richtig gemacht! Wir rufen dem BDA-Chef aus dem kühlen Dithmarschen ein herzliches „Leck Eier!“ entgegen und freuen uns darauf, sein sorgenzerfurchtes Gesicht auch weiterhin in den Nachrichten bewundern zu dürfen! Mahlzeit!
Weiterführende Links:
- "Macht mich fassungslos"BDA-Hauptgeschäftsführer Kampeter warnt vor Aufschnüren des Rentenpakets (Artikel auf n-tv.de vom 5.8.2026)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen