Manchmal fragt man sich wirklich, ob das weltpolitische Drehbuch mittlerweile von völlig zugedröhnten Satirikern geschrieben wird. Wir schreiben am heutigen Samstag, den 4. Juli 2026 – die USA feiern bombastisch ihren 250. Geburtstag. Und wo zelebriert Donald der Prächtige das patriotische Hochamt? Natürlich vor der monumentalen Kulisse des Mount Rushmore in South Dakota. Spiegel Online berichtet live über das „Freedom 250“-Spektakel unter der markerschütternden Headline: „Donald Trump am Mount Rushmore: Rede und Feuerwerk zum Jubiläum der Unabhängigkeit“.
Und was der klügste, schönste und monumentalste Präsident, den die Erde je gesehen hat, dort von sich gibt, schlägt dem geschichtlichen Fass endgültig den Boden aus! Da schwafelt die Föhnwelle allen Ernstes in gewohnter Inbrunst davon, dass die Amerikaner heute Englisch sprechen, weil ihre Gründerväter schon seit tausenden von Jahren feinstes Englisch gesprochen hätten! Fight, fight, fight und win, win, win! Wow! Auf diese evolutionäre Meisterleistung muss man erst mal kommen. Dass die Spanier, Franzosen und Mexikaner sich einst riesige Teile des Kontinents einverleibten, fällt da im kollektiven Gedächtnisverlust der MAGA-Jünger gar nicht weiter auf. Ausgerechnet die Latinos waren es ja, die den dreisten Donald bei den letzten Wahlen in Scharen an die Macht kreuzten. Tja, nun habt ihr den Salat: Wer die Scheiße bestellt, kriegt sie eben auch brühwarm geliefert!
Der Schwellkopf im Granit und die gewonnenen Demenztests
Was Donald den Großen allerdings massiv wurmen dürfte, ist die reine Geometrie vor Ort. Die in den harten Fels gemeißelten Köpfe von Washington, Jefferson, Roosevelt und Lincoln sind leider verdammt gigantisch. Das passt natürlich überhaupt nicht zum präsidialen Ego, das längst die Grenzen der Atmosphäre gesprengt hat. Hinter den Kulissen träumt der burgerfressende Sonnenkönig schon seit Jahren davon, sich selbst unsterblich im Granit zu verewigen – natürlich noch viel größer, viel fetter und deutlich höher angebracht als diese vier alten „Loser“! Das Weiße Haus ließ passend zum Jubiläum sogar verlauten, dass sein Antlitz eine „willkommene Bereicherung“ im Fels wäre. Warum auch nicht? Immerhin ist Trump der einzige Staatsmann der Weltgeschichte, dem es bisher gelungen ist, mehrere medizinische Demenztests glorreich im Alleingang zu gewinnen! Das soll ihm George Washington erst mal nachmachen!
Die deutsche Antwort: „Horst“ Merz probt das Streichkonzert
Doch schauen wir von der amerikanischen Realsatire mal rüber in die heimische Realität – denn da sieht es im Juli 2026 keinen Deut besser aus. Unser eigener Kandesbunzler „Horst“ – oder wie der Sauerländer Luxus-Privatflieger Friedrich Merz sonst gerade heißt – schickt sich an, die deutsche Antwort auf den trumpistischen Kahlschlag zu liefern. Im Schatten des aktuellen GroKo-Affentheaters bastelt die Union fleißig daran, die kläglichen Reste unseres Sozialstaats endgültig auf den Müllhaufen der Geschichte zu werfen.
Mit den jüngst beschlossenen „Reformen“ bei der Attestpflicht und der Rentenkasse hat man den ersten dicken Schritt in Richtung totaler Arbeitnehmer-Rasur bereits erfolgreich hinter sich gebracht. Und während die Konzerne und Tankstellen uns pünktlich zum Ferienstart mit 2,14 Euro pro Liter das letzte Geriebene aus der Tasche ziehen, klopft sich die Elite im Kanzleramt gegenseitig auf die Föhnwellen.
Der Machtfaktor stellt fest: Ob in den Black Hills von South Dakota oder im Berliner Regierungsviertel – die Strategie der politischen Flachzangen ist weltweit identisch. Erst liefert man ein historisches Scheißspiel ab, verhöhnt die Realität, und am Ende erklärt man das Ganze unter lautem Feuerwerk zur „glorreichen Meisterleistung“. Herr Präsident, Herr Bundeskanzler: Schiebt euch eure heiße Luft sonst wohin. Amerika feiert Geburtstag, und die Vernunft hat sich längst krankgemeldet – natürlich ganz ohne telefonisches Attest! Mahlzeit!
Was sagt ihr zu Trumps historischer Mount-Rushmore-Show zum 250. Geburtstag der USA? Glaubt ihr auch, dass sein Gesicht demnächst neben Lincoln in den Fels gemeißelt wird, und seht ihr in Friedrich Merz' aktuellen Sozialreformen auch die deutsche Antwort auf den transatlantischen Kahlschlag? Schreibt mir eure ungeschminkte Meinung in die Kommentare!
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