Mittwoch, 8. Juli 2026

Das Forsa-Umfrage-Manifest: Wenn die Schwafelrunde reformiert und der Pöbel nur Bahnhof versteht

Es gibt Tage, da blickt man auf die nackten Zahlen der Demoskopen und weiß nicht, ob man laut lachen oder kollektiv weinen soll. Am gestrigen Dienstag knallte Forsa eine Infografik bei n-tv auf den Schirm, die das gesamte Berliner Elend der Merz-Regierung in seiner ganzen Pracht demaskiert. Die Preisfrage lautete: „Verbessern die Reformen die wirtschaftliche Lage in Deutschland?“ Das sensationelle Ergebnis: Satte 65 Prozent der Bürger sagen klipp und klar, dass dieses kopflose Flickwerk bei Rente, Krankenkassen und Elterngeld absolut gar nichts bringt! Keine Sau glaubt an den versprochenen Wirtschafts-Aufschwung.

Doch der wahre Knaller versteckt sich im Kleingedruckten der Umfrage. Auf die provokante Frage, ob man denn überhaupt wisse, was in diesem gigantischen Reformpaket drinsteckt, antwortete die überwältigende Mehrheit von 70 Prozent: „So gut wie gar nicht!“ Die Deutschen sind in den Augen der Berliner Eliten offenbar einfach zu dämlich, um die „guten Absichten“ der königlichen Schwafelrunde zu kapieren!

Unterirdische Kommunikation im Neandertal

Dröselt man dieses Desaster mal nach Parteien auf, wird die Realsatire vollkommen. Bei der CDU raffen 40 Prozent der eigenen Anhänger nicht, was ihr Kanzler da verzapft, bei der SPD sind es 54 Prozent, bei den Grünen 56 Prozent und bei den Linken 67 Prozent. Doch der absolute Spitzenplatz der Ahnungslosen geht mit rekordverdächtigen 89 Prozent an die Schlaumeier von der AfD! Die verstehen zu fast 90 Prozent überhaupt nicht, worum es bei den Gesetzen geht – was allerdings auch kaum verwundert, wenn man bedenkt, dass die Lese-, Rechtschreib- und Denkfähigkeiten in diesem Club stellenweise der Alphabetisierungsrate eines Stammes von Neandertalern in nichts nachstehen dürften. Hauptsache, man kann dagegen sein!

Aber die Schuld liegt natürlich nicht nur bei den Wählern. Die Kommunikation der regierenden Ritter der politischen Runde ist so unterirdisch, dass es jeder Beschreibung spottet. Allen voran springt unser aller millionenschwerer Kandesbunzler Friedrich Merz verlässlich mit beiden Beinen gleichzeitig in jedes Fettnäpfchen, das sich vor seinem holprigen, wirtschaftsliberalen Gestammel auftut. Was für ein Bild dieser Saftladen abgibt, ist schon außergewöhnlich.

Weidels dünnhäutiges Vaterlands-Voodoo aus der Schweiz

Da könnte man fast schon Mitleid haben und eine Alice Weidel sympathisch finden – wenn sie nicht die queere Quoten-Queen einer Truppe wäre, die eigentlich das genaue Gegenteil predigt. Bei der Dame läuft das Spiel wie bei allen anderen Profi-Politikern: Beim Austeilen immer mit der ganz großen, patriotischen Fresse vorne wech, aber wehe, es kommt mal ein lauer Windhauch an Kritik zurück. Dann geht sofort das große, dünnhäutige Geheule los, wie gemein, abwertend und ungerecht die Welt doch zu ihr sei! Ich will doch nur Deutschland retten, greint es dann aus dem blonden Dutt. Genau, Frau Weidel! Und deshalb leben Sie ja auch aus reinem Patriotismus in der beschaulichen, steuergünstigen Schweiz. Wenn Sie unser Land demnächst retten wollen, können Sie das eigentlich auch direkt aus Russland heraus tun. Bei Ihrem Kumpel Putimir in Moskau wären Sie bestimmt noch viel sicherer vor den bösen deutschen Medien!

Der Machtfaktor rät all den herrschaftlichen Polit-Strategen in Berlin und Zürich dringend: Denkt verdammt noch mal wieder an die Wähler! Die Mehrheit der Bevölkerung besteht eben nicht aus DAX-Unternehmern und BlackRock-Managern, denen man mit staatlichen Milliardenhilfen im Sommerloch den gebleachten Arsch pudern muss. Es geht um die einfachen Leute, die am Monatsende nicht mehr wissen, wie sie die Miete und den Sprit bezahlen sollen. Dem Berliner Saftladen sei zum Abschluss deshalb jenes unsterbliche Bertolt-Brecht-Zitat um die Ohren gehauen, das in den Chefetagen offenbar komplett in Vergessenheit geraten ist: „Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral!“ In diesem Sinne: Guten Appetit beim Verwalten der eigenen Ahnungslosigkeit! Mahlzeit!

Was haltet ihr von der Forsa-Abrechnung? Schockiert es euch auch, dass 70 Prozent der Deutschen überhaupt nicht wissen, was die Regierung da zusammenreformatisiert, oder wundert euch das bei Merz’ holpriger Kommunikation kein bisserl mehr? Schreibt mir eure unzensierte Meinung in die Kommentare!


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