Manchmal reicht ein einziger Gerichtsbeschluss, um den Glauben an die irdische Gerechtigkeit endgültig zu erschüttern. Der Bayerische Rundfunk meldet dieser Tage das deprimierende Ergebnis eines ungleichen Kampfes: „Ehemaliger Domspatz scheitert mit Klage gegen Bistum Regensburg“. Ein Betroffener wollte 400.000 Euro Entschädigung für das Grauen erstreiten, das ihm im Umfeld der berühmten Regensburger Domspatzen angetan wurde. Und was macht das Gericht? Es haut ihm trocken die „Verjährung“ um die Ohren.
Was für eine unbändige Freude das bei dem Betroffenen und all den anderen Opfern ausgelöst haben muss, kann man sich lebhaft vorstellen. Einmal mehr zeigt sich: Die Justiz hat im Zweifelsfall mehr Mitleid mit den bürokratischen Fristen der Täter-Institution als mit dem lebenslangen Trauma der Betroffenen. Der Kirche geht das Ganze am Allerwertesten vorbei. Warum auch aufregen? Der Apparat hat schließlich Zeit – alle Zeit der Welt.
„Stell dich nicht so an“ – Die Masche mit der Ewigkeit
Man sieht die Szenerie der Vergangenheit förmlich vor sich: Da lockt der gottesfürchtige Pfaffe den unschuldigen Buben in die Sakristei, um ihm wahlweise den Heiligen Geist zu zeigen oder ihn ihm auszutreiben. Und im Geiste flüstert das System dem traumatisierten Kind zu: „Stell dich nicht so an, dann tut’s auch nicht weh! Und in 30 oder 40 Jahren ist die Sache juristisch ohnehin erledigt. Wir wünschen dir noch ein schönes Leben!“
Das ist die perfide Realität, wenn man dieser scheinheiligen Institution vertraut. Und wehe dem, der aufbegehrt! Hätte der Junge das Maul vor 150 Jahren aufgemacht, hätten diese kuttentragenden Verbrecher ihn wahrscheinlich direkt selbst als Anzünder auf den nächsten Hexenscheiterhaufen gestellt. Heute verbrennen sie keine Körper mehr, heute verbrennen sie Seelen und sitzen das Problem einfach so lange aus, bis die biologische Uhr oder die Verjährungsfrist die Sache für sie regelt.
Staatliche Alimentierung für die Kinderschänder-Zentrale
Das Absurde an der ganzen Nummer ist ja, dass wir als Steuerzahler diesen ganzen verlogenen Laden auch noch fleißig am Laufen halten. Unabhängig von der Kirchensteuer kassieren die Kirchen in Deutschland Jahr für Jahr hunderte Millionen Euro an sogenannten Staatsleistungen – als Entschädigung für Enteignungen, die teilweise über 200 Jahre her sind!
Wir alle blechen also mit unseren hart erarbeiteten Steuergeldern für die „armen, notleidenden“ Kirchen, während die sich querstellen, wenn es darum geht, den Opfern ihrer hauseigenen Pädophilen-Ringe eine angemessene finanzielle Entschädigung locker zu machen. Für Prunkbauten, Bischofsgehälter und goldene Monstranzen ist das Geld da – für die zerstörten Leben derer, die ihnen anvertraut wurden, feilscht man um jeden Cent und flüchtet sich hinter die Verjährung.
Fazit: Lasset uns beten… oder austreten!
Da haben sie sich mal wieder ganz schick aus der Affäre gezogen, diese moralischen Instanzen der Nation. Das Urteil von Regensburg ist ein Freibrief für das organisierte Wegschauen.
Der Machtfaktor meint: So lasset uns nun zum Abschluss kollektiv niederknien, um den Herrn und die Heilige Römische Kirche zu preisen – ob ihrer allumfassenden, gnadenlosen Fürsorge! Wer nach solchen Skandalen und Urteilen immer noch in diesem Verein bleibt und brav seine Beiträge zahlt, der unterstützt die organisierte Verantwortungslosigkeit. Mahlzeit!
Was haltet ihr von der Verjährung im Missbrauchsprozess gegen das Bistum? Sollte bei solchen Verbrechen die Verjährungsfrist gesetzlich komplett gestrichen werden? Und ist der Kirchenaustritt die einzig richtige Antwort auf diese Heuchelei? Schreibt mir eure ungeschminkte Meinung in die Kommentare!
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